15 Jahre Gesundes Kinzigtal - die Erfolge sind messbar

2005 gründete Optimedis und das "Medizinische Qualitätsnetz - Ärzteinitiative Kinzigtal" gemeinsam "Gesundes Kinzigtal"


Präventive und vernetzte Versorgung kann Leben verlängern
Ganz aktuelle Ergebnisse zeigen nun, dass Mitglieder von Gesundes Kinzigtal ein geringeres Risiko haben in einem bestimmten Zeitraum nach Beginn ihrer Teilnahme, zu versterben, als Versicherte, die nicht Mitglied im Gesundheitsnetzwerk sind. Zwischen 2006 und 2013 angemeldete Teilnehmer von Gesundes Kinzigtal wurden mit einer Kontrollgruppe von Patienten in der Region Kinzigtal, die nicht Mitglieder von Gesundes Kinzigtal waren und die aufgrund verschiedener demographischer und medizinischer Merkmale mittels „Pro-pensity Score Matching“* für einen geeigneten Vergleich ausgewählt wurden, verglichen und über einen Zeitraum von sechs Jahren verfolgt. Die Daten von jemandem, der seit 2011 Mitglied bei Gesundes Kinzigtal ist, konnten also bis 2017 analysiert werden.

Es zeigte sich, dass die Mortalitätsrate bei Mitgliedern von Gesundes Kinzigtal geringer war als bei der Kon-trollgruppe (Überlebenswahrscheinlichkeit 94.1 % in der Interventionsgruppe vs. 92.9 % in der Kontrollgruppe, p<0.001). Insgesamt verstarben in den sechs Folgejahren nach Einschreibung 96 Versicherte weniger in der Untersuchungsgruppe als in der Kontrollgruppe. Auch bei Betrachtung einer modifizierten „Years of potential life lost (YPLL)-Kennzahl“, die nicht wie die originäre YPLL nur verlorene, sondern auch gewonnene Lebens-jahre berücksichtigt, sind die Ergebnisse positiv: Insgesamt ergaben sich über den Betrachtungszeitraum hin-weg um 1.269 weniger „verlorene Lebensjahre“ in der Untersuchungsgruppe. Auch bezüglich des Sterbealters profitiert die Gruppe der Eingeschriebenen. Diese versterben mit durchschnittlich 79,8 Jahren und damit im Durchschnitt 0,6 Jahre später als die Versicherten der Vergleichsgruppe (79,2 Jahre). Die Ergebnisse lassen vermuten, dass die enge Zusammenarbeit der Behandelnden, die Aktivierung von Patienten und die gezielte Versorgung chronisch kranker Menschen einen positiven Einfluss auf die Lebenserwartung haben.

Innovative Strukturen sparen Kosten für die Gesellschaft

All die Maßnahmen von Gesundes Kinzigtal haben gleichzeitig einen positiven Effekt auf die Ausgaben der Krankenkassen. Denn wenn zum Beispiel unnötige Krankenhausaufenthalte verhindert oder Krankheiten hin-ausgezögert werden, spart das oft nicht nur viel Leid für den Patienten und seine Angehörigen, sondern auch Kosten, die letztendlich der gesamten Gesellschaft zugutekommen. So hat sich der Deckungsbeitrag der beteiligten Krankenkassen von 2007 bis 2018 um 53,1 Mio. € brutto verbessert. Im Jahr 2018 lag die Verbes-serung bei 5,6 Mio. € brutto (siehe Abbildung 2). Verglichen werden dabei die Einnahmen der Krankenkas-sen, die jeweils die Durchschnittskosten für ihre Versicherten widerspiegeln, mit den tatsächlichen Ausgaben. Ist das Ergebnis im Vergleich mit der Entwicklung des Bundesdurchschnitts besser, hat die Krankenkasse rela-tiv gesehen Kosten eingespart. Einen Teil dieser „Einsparungen“ erhält die Gesundes Kinzigtal GmbH, damit sie weiterhin in die Versorgung investieren und neue, z. B. auch digitale Innovationen ermöglichen kann.
Gesundes Kinzigtal-Geschäftsführer Dr. Christoph Löschmann ist es wichtig, das gute und stabile Netzwerk zu erweitern, sowohl durch weitere Krankenkassen wie aber auch durch eine stärkere Beteiligung der anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen. Gleichzeitig soll die digitale Infrastruktur weiter ausgebaut werden. Eines der wichtigsten Projekte ist daher die Vernetzungssoftware von Gesundes Kinzigtal: Diese bringt pati-entenbezogene Daten aus Praxen, Reha-Kliniken und Krankenhäusern auf einer Plattform zusammen. Über die Einbindung von leitlinienkonformen kurativen wie präventiven Behandlungsangeboten erhält der Behand-ler relevante Informationen als Entscheidungshilfe für die Planung der Therapie. Zudem unterstützt die Kin-zigtal-Vernetzungssoftware durch die Digitalisierung der Mitgliederverwaltung und netzinterner Abrech-nungsprozesse die Administration des Gesundheitsnetzwerks.

Mehr über die Arbeit im Kinzigtal lesen Sie im gerade erschienenen Jahresbericht 2019 der Gesundes Kinzig-tal GmbH (PDF-Datei).

Aktuelles von unseren Mitgliedern

Ich hab den Grippeschutz! Du nicht?


Aufgrund der Corona-Pandemie befinden wir uns in einer Ausnahmesituation. Gerade jetzt ist es besonders wichtig, sich gegen die Grippe impfen zu lassen. Eine Grippeimpfung kann helfen, vor allem in den Risikogruppen eine Zweit- bzw. Simultaninfektion mit dem Covid-19-Virus zu vermeiden. „Je weniger Patienten mit Fieber und Husten im Winter auf uns zu kommen, umso erfolgreicher werden wir die Corona-Krise bewältigen können“, erklärt Wolfgang Fischer, 1. Vorstand des Regensburger Ärztenetzes (RAEN).

Impfkampagne des Regensburger Ärztenetzes

Auf Grund der aktuellen Corona Situation muss der Infostand leider abgesagt werden!!

An den Samstagen, 24.10. und 31.10.2020, wird das Regensburger Ärztenetz am Neupfarrplatz in Regensburg auf die Grippeschutzimpfung aufmerksam machen. Das RAEN wird Flyer verteilen mit dem Slogan „Ich hab den Grippeschutz! Du nicht? Jetzt Impfen gehen.“ Für diese Flyer konnten Regensburger Personen gewonnen werden – von Hausärzten, Notfallmedizinern, Sozialpädagogen bis hin zu Pensionären. Eine Fotowand am Stand soll animieren, sich mit dem Slogan zu fotografieren und in den sozialen Medien zu posten, um so weitere Personen zum Impfen zu motivieren. Am Samstag, den 24.10, wird die Oberbürgermeisterin Frau Gertrud Maltz-Schwarzfischer den Impfstand gegen 14 Uhr besuchen.

Weltneuheit - Mammadiagnostik ohne Kompression


  • Spitzenmedizin für die Oberpfalz: Regensburger Praxis „DIE RADIOLOGEN“ setzt als erste weltweit auf neues Hightech Verfahren für die Diagnose von Brustkrebs
  • Der neue Brust-Computertomograph (Brust-CT) ermöglicht eine schmerzfreie, schnelle und strahlungsarme Untersuchung
  • Mit dem neuen Verfahren möchten die Fachärzte insbesondere Frauen ermutigen, die eine Brustuntersuchung aus Angst vor Schmerzen bislang ablehnen

Brust-CT-Referenzzentrum – Vorreiterpraxis stammt aus Regensburg

Den im Regensburger MediPark ansässigen Ärzten der radiologischen Praxis „DIE RADIOLOGEN“ ist der Coup gelungen: Seit Juli 2020 nutzen sie die Brust-Computertomographie als neues Hightech-Verfahren zur Brustdiagnostik. Ein Verfahren, das völlig ohne Kompression der Brust auskommt und Frauen eine bequeme und hochpräzise Untersuchung bietet. Wie mehrere Auszeichnungen bestätigen (u.a. Focus-Ärzte-Siegel, Siemens-Referenzzentrum Mammographie) hat sich die bereits 1937 gegründete Praxis mit zwei weiteren Standorten in der Oberpfalz über die Jahrzehnte auch überregional ihren exzellenten Ruf gefestigt. Benjamin Kalender, CEO von AB-CT – Advanced Breast-CT, dem aus Erlangen stammenden Hersteller des Brust-CTs, zeigt sich ebenfalls sehr erfreut: „Wir freuen uns, mit den RADIOLOGEN einen so renommierten Partner als Brust-CT-Referenzzentrum gefunden zu haben.“ Die Kooperationsverhandlungen wurden maßgeblich durch EXAMION begleitet, einen von Stuttgart aus agierenden spezialisierten Anbieter von digitalen Radiologielösungen, der als exklusiver Partner den Vertrieb des Brust-CT deutschlandweit koordiniert und ausführt.

AOK Auszeichnung mit "Silber"


Die AOK Bayern hat fünf Arztnetze in Bayern für herausragende Versorgungsqualität in der medizinischen Behandlung ausgezeichnet. Insgesamt 15 Qualitätsaspekte bei der Behandlung flossen in die Bewertung ein, darunter beispielsweise die leitliniengerechte Versorgung mit Medikamenten oder die Verhinderung von vermeidbaren Krankenhaus-Aufenthalten...

Impfpflicht gegen Masern ab 1. März 2020


Masernschutzgesetz bringt Änderungen für Ärzte und Medizinisches Praxispersonal

Für Menschen in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen gilt ab 1. März 2020 eine Impfpflicht gegen Masern. Das Gesetz für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention (Masernschutzgesetz) sieht vor, dass Eltern vor Aufnahme ihres Kindes in eine Kindertagesstätte (Kita) oder Schule nachweisen müssen, dass das Kind gegen Masern geimpft oder bereits immun ist..

Corona Infektionen


Liebe Patienten,
aufgrund der aktuellen Corona-Infektionswellen bitten wir Sie, bei grippeähnlichen Symptomen zunächst in ihrer Arztpraxis oder bei der Servicenummer 116 117 der kassenärztlichen Vereinigung anzurufen, bevor Sie zu einer Arztpraxis gehen.

Liebe Netzwerkpartner,
wir stellen Ihnen aktuell Informationen auf unserer Sonderseite https://corona.gesundplus.de zur Verfügung. Die Netztag haben wir aufgrund der aktuellen Entwicklung abgesagt.