Die nächste integrierte Versorgungsregion mitten im Ruhrgebiet?

OptiMedis entwickelt Konzept für „Bochum-Wattenscheid“


Wie lässt sich die städtebauliche Entwicklung mit einer sozialräumlich orientierten, gesundheitsfördernden und zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung auf Quartiersebene verknüpfen? Das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept „Gesundes Wattenscheid“ machte im Gebiet der „Sozialen Stadt Wattenscheid“ den Anfang. Nun hat die Stadt Bochum OptiMedis beauftragt, im Rahmen einer Machbarkeitsstudie ein sozialmedizinisch ausgerichtetes „Gesundheitsbüro“ zu konzipieren. Es soll Teil einer Vernetzung über alle Berufsgruppen im Gesundheits- und Sozialbereich Wattenscheids und nachhaltig finanzierbar sein. Vorbild ist der ebenfalls von OptiMedis konzipierte Hamburger Gesundheitskiosk, der in die Sozial- und Gesundheitslandschaft der Stadtteile Billstedt und Horn eingebunden ist. 

Hoher Beratungsbedarf aufgrund sozialer Situation

In Wattenscheid-Mitte leben – im Vergleich zum gesamten Stadtgebiet von Bochum – überdurchschnittlich viele Menschen, die in prekären Verhältnissen leben, einen Migrationshintergrund haben und von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Menschen mit einem niedrigen sozioökonomischen Status erkranken früher und häufiger an chronischen Erkrankungen als Menschen mit einen hohen Sozialstatus. Sie sind häufiger Risikofaktoren ausgesetzt, haben oftmals eine niedrigere Gesundheitskompetenz und eine geringere Lebenserwartung. Gleichzeitig weisen sie einen hohen Aufklärungs- und Beratungsbedarf auf, der wegen fehlender personeller und zeitlicher Ressourcen der örtlichen Akteure in der Regel nicht im erforderlichen Umfang gedeckt werden kann.
Das Konzept von OptiMedis wird Maßnahmen und Leistungen, Personaleinsatz- und Qualifikation, Raum- und Nutzungskriterien, Vorschläge für einen möglichen Standort sowie nachhaltige Finanzierungsmöglichkeiten beinhalten. Im ersten Schritt werden Ärzte und Therapeuten, Senioren-Einrichtungen, Selbsthilfe-Organisationen und Sozialakteure einbezogen, um die Bedarfe zu ermitteln. Das Konzept entsteht in Zusammenarbeit mit einem lokalen “Arbeitskreis Gesundheitsbüro”, bestehend aus Vertretern des Gesundheitsamtes, des Amtes für Stadtplanung und Wohnen, des Stadtteilmanagements Soziale Stadt Wattenscheid, des Medizinischen Qualitätsnetzes Bochum, der Bochumer Hochschule für Gesundheit, des Martin-Luther-Krankenhauses, der AWO-Mitte und des Instituts für Arbeit und Technik.

Aktuelles von unseren Mitgliedern

AOK Auszeichnung mit "Silber"


Die AOK Bayern hat fünf Arztnetze in Bayern für herausragende Versorgungsqualität in der medizinischen Behandlung ausgezeichnet. Insgesamt 15 Qualitätsaspekte bei der Behandlung flossen in die Bewertung ein, darunter beispielsweise die leitliniengerechte Versorgung mit Medikamenten oder die Verhinderung von vermeidbaren Krankenhaus-Aufenthalten...

Impfpflicht gegen Masern ab 1. März 2020


Masernschutzgesetz bringt Änderungen für Ärzte und Medizinisches Praxispersonal

Für Menschen in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen gilt ab 1. März 2020 eine Impfpflicht gegen Masern. Das Gesetz für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention (Masernschutzgesetz) sieht vor, dass Eltern vor Aufnahme ihres Kindes in eine Kindertagesstätte (Kita) oder Schule nachweisen müssen, dass das Kind gegen Masern geimpft oder bereits immun ist..

Corona Infektionen


Liebe Patienten,
aufgrund der aktuellen Corona-Infektionswellen bitten wir Sie, bei grippeähnlichen Symptomen zunächst in ihrer Arztpraxis oder bei der Servicenummer 116 117 der kassenärztlichen Vereinigung anzurufen, bevor Sie zu einer Arztpraxis gehen.

Liebe Netzwerkpartner,
wir stellen Ihnen aktuell Informationen auf unserer Sonderseite https://corona.gesundplus.de zur Verfügung. Die Netztag haben wir aufgrund der aktuellen Entwicklung abgesagt.